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Der Lagebericht sowie der Geschäftsbericht im Übrigen enthalten die Zukunft betreffende Aussagen, Erwartungen und Prognosen. Diese zukunftsbezogenen Aussagen beruhen auf Planungen und Schätzungen auf der Basis von uns derzeit zur Verfügung stehenden Informationen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, diese Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse zu aktualisieren. Die zukunftsbezogenen Aussagen können mit bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein und die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen deshalb wesentlich von den zurzeit erwarteten abweichen. Derartige Abweichungen können insbesondere aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, der Entwicklung der internationalen Kapitalmärkte, dem möglichen Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, der Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen, nationalen und internationalen Gesetzesänderungen vor allem hinsichtlich steuerlicher Regelungen, der Zuverlässigkeit unserer Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie aus anderen, zum Teil im Risk Report detaillierter dargestellten Risiken resultieren. Die Aussagen im Ausblick für die HVB Group basieren auf der Struktur der HVB Group neu zum Jahresbeginn 2007.

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick 2007

Das globale Wachstum wird sich 2007 voraussichtlich etwas abschwächen. Dabei steht aber keine harte Landung der Weltwirtschaft bevor. Mit knapp 4,5% dürfte der BIP-Zuwachs nur wenig hinter den des vergangenen Jahres zurückfallen. Gleichzeitig wird das weltweite Wachstum ausgeglichener. Den USA dürfte eine weiche Landung gelingen (2007: +2,1%). Der Euroraum und Japan werden dem Vernehmen nach ähnlich stark wachsen wie die amerikanische Wirtschaft. Die asiatischen Schwellenländer bzw. China sollten an der Spitze der Wachstumsliga (knapp +8% bzw. knapp +9,5%) bleiben.

In den USA werden die Probleme im Immobilien- und Autosektor zunächst noch bremsend wirken. Entlastung kommt dagegen von den niedrigeren Energiepreisen, die die Kaufkraft der privaten Verbraucher erhöhen. Das günstige Finanzmarktumfeld dürfte hier unterstützend wirken. Die Wachstumsabschwächung in den USA dürfte bereits im ersten halben Jahr 2007 ausklingen; im zweiten Halbjahr sollte sich die Investitionstätigkeit beleben, sodass die US-Wirtschaft wieder an Fahrt gewinnen und in Richtung ihres langfristigen Wachstumspotenzials zurückkehren kann. Für das Gesamtjahr dürfte dies ein Wachstum von knapp über 2,0% gegenüber dem Vorjahr bedeuten. Die japanische Wirtschaft wird 2007 voraussichtlich mit gut 2% BIP-Zuwachs zum vierten Mal in Folge über ihrem langfristigen Wachstumsdurchschnitt liegen. Exporte und Unternehmensinvestitionen bleiben dort wichtige Stützen der Konjunktur. Hinzu dürfte eine deutliche Erholung des privaten Verbrauchs kommen. Im Zuge der guten Wirtschaftsentwicklung wird der bisher nur sehr geringe Aufwärtstrend bei den Verbraucherpreisen dem Vernehmen nach etwas zunehmen. Die Bank of Japan dürfte daher in diesem Jahr noch zwei moderate Zinserhöhungen auf dann 0,75% vornehmen.

Im Euroraum sollte das Wachstum im laufenden Jahr zwar robust bleiben, wird im Rahmen eines längerfristigen Normalisierungsprozesses jedoch etwas an Fahrt verlieren. Darauf deuten nicht zuletzt auch die Frühindikatoren, die zwar etwas rückläufig sind, sich aber immer noch auf sehr hohem Niveau bewegen. Vor allem in den Unternehmen dürfte die Stimmung nach wie vor gut sein. Die Inlandsnachfrage wird sich voraussichtlich weiter beleben, auch als Folge eines nachhaltigen Beschäftigungszuwachses. Allerdings werden sich infolge der weltweiten leichten Abschwächung auch die Exportaussichten etwas eintrüben. Im Gesamtjahr 2007 dürfte der BIP-Anstieg im Euroraum daher bei etwa 2% liegen. In Deutschland wird sich wahrscheinlich das Wachstum mit einem BIP-Anstieg von knapp 2% etwas abschwächen. Das liegt vor allem an den leicht getrübten Exportaussichten auf Grund des schwächeren Wachstums in den USA; hinzu kommt ein zu erwartender leichter Rückgang der im Jahr 2006 noch sehr hohen Wachstumsrate der Unternehmensinvestitionen. Des Weiteren könnte die zum Jahresanfang in Kraft getretene Mehrwertsteuererhöhung zu Vorzieheffekten führen und im Gegenzug den privaten Konsum vor allem zu Beginn des Jahres 2007 etwas zurückfallen lassen. Der anhaltende Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung sollte einen eventuellen Rückgang beim privaten Verbrauch jedoch dämpfen und im Jahresverlauf für eine moderate Konsumerholung sorgen.

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Branchenentwicklung 2007

Nach unserer Einschätzung wird es im Verlauf des Jahres 2007 zu einer weiteren Stabilisierung des Wirtschaftswachstums kommen. Von diesen positiven konjunkturellen Aussichten sollte auch die Finanzdienstleistungsbranche profitieren. Wir gehen daher davon aus, dass vor dem Hintergrund der fortgesetzten Nachfrage nach Bankdienstleistungen die Banken sowohl im Privatkunden- als auch im Firmenkundengeschäft Ertragszuwächse verzeichnen werden. Zudem steht zu erwarten, dass sich das positive gesamtwirtschaftliche Umfeld günstig auf die Risikovorsorge auswirken wird, und auch die Verwaltungsaufwendungen dürften etwas weniger stark steigen als im Jahr 2006. Im Jahr 2008 werden die Gewinnsteigerungen der deutschen Banken dann wohl nur leicht geringer ausfallen als 2007.

Die Europäische Zentralbank wird den Leitzins im Verlauf des Jahres voraussichtlich noch zwei Mal um jeweils 25 Basispunkte anheben. Dafür sprechen die stabile konjunkturelle Entwicklung, die die Gefahr von Zweitrundeneffekten bei der Inflation birgt sowie eine weiterhin sehr reichliche Liquiditätsversorgung. Die amerikanische Notenbank Fed wird dagegen den Leitzins im laufenden Jahr voraussichtlich nur leicht um 25 Basispunkte senken. Die Langfristzinsen dürften in den USA infolge des etwas schwächeren Wirtschaftswachstums weitgehend in etwa auf dem Niveau vom Jahresende 2006 bei 4,7% bleiben. Auch die deutschen Renditen sollten nur äußerst moderat auf 4,1% ansteigen. Der US Dollar dürfte sich auf Grund der weiteren Reduktion des Zinsvorsprungs der USA bis zum Jahresende auf die Marke 1,34 zubewegen.

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Gesamtwirtschaftlicher Ausblick 2008

Im Jahr 2008 wird die Weltwirtschaft voraussichtlich ähnlich robust wachsen wie bereits im Jahr 2007. Dies gilt hauptsächlich für die USA, deren Wachstum sich leicht beschleunigen sollte. Die europäische und die deutsche Wirtschaft sollten dagegen die Wachstumsraten des Jahres 2007 beibehalten.

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Eckdaten für die Planung 2007

Unsere Planung beruht auf konservativen Prämissen:

  • der globale Aufschwung verliert etwas an Fahrt,
  • das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland liegt bei knapp 2%,
  • die Inflationsrate steigt infolge der Mehrwertsteuererhöhung auf gut 2%,
  • die langfristigen Zinsen bleiben in der Nähe von 4%,
  • bei den Unternehmensinsolvenzen setzt sich die Entspannung noch leicht fort.

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Entwicklung der HVB Group

Der Gewinn pro Aktie soll für die gesamte UniCredit Gruppe auf 0,56 € für das Jahr 2007 gesteigert werden.

Die HVB Group neu wird als integraler Bestandteil dieser Gruppe wesentliche Ergebnisbeiträge zur Erreichung dieses Ziels leisten.

Ausgehend von unserer guten operativen Performance im Berichtsjahr planen wir nach dem Verkauf unserer Aktivitäten in Österreich und Zentral- und Osteuropa für die HVB Group neu auf Basis des bestehenden Konsolidierungskreises bei nur leicht ansteigenden Verwaltungsaufwendungen eine weitere spürbare Verbesserung der operativen Erträge, was zu einer Verbesserung der Cost-Income- Ratio führen wird.

Treiber der verbesserten operativen Erträge sollen dabei das Handelsergebnis sowie ein stärkerer Provisionsüberschuss durch innovative Produkte für Privat- und Firmenkunden sein.

Die Kreditrisikovorsorge wird sich auf dem Niveau des letzten Jahres einpendeln.

Die HVB Group neu ist das Kompetenzzentrum für die Investment- Banking-Aktivitäten der UniCredit Gruppe. Derzeit wird die Möglichkeit überprüft, die in einer virtuellen Struktur zusammengefassten Aktivitäten bei der HVB Group neu zu bündeln. In einem ersten Schritt sollen wesentliche geschäftliche Aktivitäten der UniCredit Banca Mobiliare (UBM), der Investmentbank der UniCredit, in die HVB Group neu integriert werden. Der Zeitpunkt und die Art des Einbringens sollen kurzfristig abschließend geklärt werden.

Mit der Veräußerung der BA-CA, der AS UniCredit Bank und der IMB Anfang Januar 2007, verbesserte sich die Kernkapitalquote in einer Pro-forma-Berechnung auf 15,6%.

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Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen und der künftigen Geschäftspolitik

Im Rahmen des Zusammenschlusses mit der UniCredit Gruppe und durch den Verkauf der Geschäftstätigkeiten in Österreich und Zentralund Osteuropa sowie in Russland, der Ukraine und im Baltikum ergeben sich für die HVB Group interessante neue Möglichkeiten nach einer Periode der Transformation und Integration wieder organisch und im Rahmen von Akquisitionen weiter zu wachsen:

  • Nutzung sich ergebender Chancen aus Veränderungs- und Konsolidierungsprozessen in Deutschland, im Rahmen eines klar auf Deutschland fokussierten und spezialisierten Geschäftsmodells.
  • Nutzung der Erfolgspotenziale, die sich aus dem konzentrierten Ausbau der Investment-Banking-Aktivitäten ergeben.
  • Aussichten der HVB Group auf hohes Wertschöpfungspotenzial und nachhaltiges Ertragswachstum als Teil einer europäischen Bankengruppe mit einem einzigartigen Wettbewerbsprofil in den zentralund osteuropäischen Märkten.
  • Nutzung der günstigeren Möglichkeiten zur Refinanzierung durch eine nachhaltig verbesserte und gesicherte Kapitalausstattung, die auch Einfluss auf Ratingbewertungen haben kann.
  • Vorteil durch die nunmehr hohe Kapitalausstattung und Liquidität der HVB Group, sich ergebende Chancen am Markt schnell und flexibel wahrnehmen zu können.
  • Verringerung von regionalen Risikopotenzialen und den künftigen Investitionsrisiken daraus.
  • Nutzung von Kosten- und Ertragssynergien durch die Optimierung sämtlicher Produktionskapazitäten, der Rationalisierung sich überlappender Funktionen sowie der Optimierung von Prozessen in der Abwicklung.

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Unternehmensstrategische, leistungswirtschaftliche und sonstige Chancen

Neben den Chancen aus dem Zusammenschluss mit der UniCredit Gruppe, den Verkäufen in Österreich und Zentral- und Osteuropa und der strategischen Neuausrichtung der HVB Group, ergeben sich weitere Chancen durch:

  • die weitere Verbesserung der operativen Erträge durch Entwicklung und Nutzung neuer Produkte für alle Kundensegmente durch Produktfabriken mit maßgeschneiderten Problemlösungen,
  • Projekte zur Unterstützung von Kunden, die grenzüberschreitend in zentral- und osteuropäischen Märkten Finanzdienstleistungen nachfragen,
  • eine weitere Reduzierung des Verwaltungsaufwands durch striktes Kostenmanagement in Deutschland,
  • die Verbesserung der Cross-Selling-Potenziale in allen Kundengruppen,
  • die Reduzierung von Risiken durch Veräußerung von nicht-strategischen Vermögensteilen sowie
  • die Stärkung der Eigenkapitalbasis auch durch nachhaltiges Ertragswachstum.

Sämtliche dargestellte Chancen werden außerdem von der wirtschaftlichen Entwicklung im Kernmarkt Deutschland wesentlich beeinflusst. Eine wirtschaftliche Erholung mit einhergehender Verbesserung der Erwerbslosenquote und einer positiven Entwicklung auf den Immobilienmärkten bieten einen positiven Hebel für eine weiterhin erfreuliche Entwicklung.

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