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Bilanzvolumen

Die Bilanzsumme der HVB Group gesamt belief sich per 31. Dezember 2006 auf 508,0 Mrd €, gegenüber dem Vorjahresultimo bedeutet dies eine Zunahme von 14,4 Mrd € oder 2,9%.

Das bilanzielle Eigenkapital beläuft sich auf nunmehr 20,0 Mrd €, darin enthalten sind 3,3 Mrd € Anteile in Fremdbesitz. Der Zuwachs des Eigenkapitals um 4,6 Mrd € resultiert im Wesentlichen aus dem erwirtschafteten Gewinn (4,4 Mrd €), der mit 3,8 Mrd € den anderen Gewinnrücklagen zugeführt wird und in Höhe von 0,6 Mrd € als Konzerngewinn ausgewiesen wird.

Die Fair-Value-Änderungen von Sicherungsderivaten effizienter Cashflow- Hedges weisen wir innerhalb des bilanziellen Eigenkapitals in der Hedge-Rücklage aus. Den Wertänderungen dieser Derivate stehen aus den Hedge-Beziehungen künftige kompensierende Effekte gegenüber, die bilanziell noch nicht erfasst werden dürfen; deshalb hat die Hedge-Rücklage isoliert betrachtet keine ökonomische Aussagekraft. Insbesondere liegt kein Eigenkapitalverzehr vor, da den negativen Wertänderungen der Derivate in den Bilanzposten angewachsene stille Reserven gegenüberstehen. Bei der Ermittlung der Eigenkapitalrentabilität bleiben die AfS-Rücklage und die Hedge- Rücklage unberücksichtigt.

Gemäß IFRS 5 hat ein Unternehmen Bilanzinformationen darzustellen und anzugeben, die es den Abschlussadressaten ermöglichen, die finanziellen Auswirkungen von aufgegebenen Geschäftsbereichen und zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen zu beurteilen.

Deshalb sind in der Bilanz Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten aufgegebener Geschäftsbereiche sowie zusätzlich zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen und Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen in separaten Bilanzposten auszuweisen.

Damit sind in den übrigen Bilanzpositionen (Ausnahme Eigenkapital) des Berichtsjahrs nur die Werte der fortzuführenden Geschäftsbereiche ohne zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen sowie ohne entsprechende Verbindlichkeiten enthalten. Vorjahreswerte werden nicht angepasst. Deshalb sind die einzelnen Bilanzposten nicht mit denen des Vorjahres vergleichbar. Zur Erhöhung der Transparenz und zur besseren Beurteilung der finanziellen Entwicklung gegenüber dem Vorjahr haben wir zusätzlich im Konzernabschluss eine pro forma Bilanz sowie die zugrunde gelegten Prämissen in der Note »Pro forma Bilanz« aufgenommen. Dabei stellen wir sowohl im Berichtsjahr 2006 als auch in der Vorjahresperiode auf die fortzuführenden Bereiche ab.

Im Nachfolgenden erläutern wir nur noch die Entwicklungen der einzelnen Bilanzposten der pro forma Bilanz der HVB Group neu.

Die Bilanzsumme der HVB Group neu nahm um 6,6 Mrd € bzw. 1,9% auf 358,3 Mrd € zu. Zur Ausweitung der Aktiva der HVB Group neu trugen vor allem die gestiegenen Handelsaktiva (+ 18,6 Mrd €) und die Forderungen an Kreditinstitute (+ 6,1 Mrd €) bei, während die Forderungen an Kunden auch durch weiteren Portfolioabbau um 15,2 Mrd € und die Finanzanlagen um 7,1 Mrd € zurückgingen. Die auf der Aktivseite als Abzugsposten enthaltenen Wertberichtigungen auf Forderungen reduzierten sich um 3,2 Mrd €.

Die Refinanzierung wurde dem erhöhten Aktivvolumen angepasst. Dabei stiegen auf der Passivseite vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+ 13,2 Mrd €). Dagegen reduzierten sich unter anderem die verbrieften Verbindlichkeiten (– 6,8 Mrd €). Das Eigenkapital erhöhte sich um 1,4 Mrd € im Wesentlichen aus dem im Berichtsjahr erzielten Gewinn.

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Risikoaktiva, Kapitalquoten und Liquidität, HVB Group gesamt

Die Risikoaktiva der HVB Group gesamt gemäß KWG (ohne Marktrisiken) verringerten sich gegenüber dem Vorjahresultimo 2005 um 13,2 Mrd € auf 219,3 Mrd €. Ausschlaggebend hierfür war unter anderem die Entkonsolidierung der Bank BPH S.A. und ihrer Tochterunternehmen mit insgesamt 9,4 Mrd € Risikoaktiva sowie die im Folgenden genannten Verbriefungsaktivitäten.

Die Risikoaktiva der HVB Group neu betrugen am Jahresende 137,4 Mrd €.

Die HVB Group gesamt hat 2006 ihre Verbriefungsaktivitäten mit zwei neuen Verbriefungstransaktionen (Provide A 2006-1 und Promise XXS 2006-1) fortgesetzt. Das hierdurch neu ausplatzierte Kreditvolumen belief sich zum Jahresende auf 7,0 Mrd € bei einer Entlastung der gewichteten Risikoaktiva nach KWG in Höhe von 5,7 Mrd €. In 2006 sind hingegen die Transaktionen Amadeus Lombard Sec. No.1, Promise A 2000-1, Promise A 2002-1 sowie Promise Austria 2002-1 mit einem Gesamtkreditvolumen von 1,8 Mrd € ausgelaufen. Hierdurch ist eine Entlastung der gewichteten Risikoaktiva nach KWG in Höhe von 1,6 Mrd € entfallen.

Das Kernkapital der HVB Group gesamt gemäß KWG belief sich zum Jahresende 2006 auf 18,3 Mrd €, die Eigenmittel auf 27,1 Mrd €. Damit ergibt sich eine Kernkapitalquote (exkl. Marktrisikopositionen) in Höhe von 8,4% und eine Eigenmittelquote von 11,8%.

Die Liquidität eines Kreditinstituts wird bankaufsichtsrechtlich anhand der Liquiditätskennzahl nach Grundsatz II beurteilt. Diese Kennzahl setzt die innerhalb eines Monats verfügbaren Zahlungsmittel ins Verhältnis zu den in diesem Zeitraum abrufbaren Zahlungsverpflichtungen. Die Liquidität gilt als ausreichend, wenn der Kennzahlenwert mindestens 1,0 beträgt. In der HVB AG belief sich der Wert für das Jahr 2006 auf durchschnittlich 1,2 (2005: 1,2).

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Unternehmenskäufe und -verkäufe

Erläuterungen zu Veränderungen bezüglich der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind in der Note 4 »Konsolidierungskreis« dargestellt.

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