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Wesentliche Ereignisse des Geschäftsjahrs 2006

Die Integration der HVB Group in die UniCredit Gruppe schlägt sich neben der veränderten Segmentstruktur auch in einer veränderten Berichtsstruktur nieder.

Aufgegebene Geschäftsbereiche

Die vom Vorstand und Aufsichtsrat am 12. September 2006 beschlossenen Übertragungen, denen am 25. Oktober 2006 die außerordentliche Hauptversammlung zugestimmt hat, stellen gemäß IFRS 5 einen aufgegebenen Geschäftsbereich dar, der im Konzernabschluss zu einer anderen Darstellung in den einzelnen Berichtsteilen führt.

In der IFRS 5 konformen Gewinn- und Verlustrechnung werden die Ergebnisse der aufgegebenen Geschäftsbereiche erst nach dem Gewinn nach Steuern und Minderheiten der »HVB Group neu« erfasst. Als aufgegebene Geschäftsbereiche sind die Gesellschaften bzw. Teilkonzerne Bank Austria Creditanstalt-Gruppe, IMB, AS UniCredit Bank, Riga (vormals: HVB Bank Latvia AS, Riga), HVB Bank Ukraine sowie die Filialen Vilnius und Tallinn der HVB AG definiert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung der HVB Group gemäß IFRS 5 (HVB Group neu) bis zur Zeile Gewinn HVB Group neu spiegelt weder für die Vergangenheit noch für die Zukunft die potenzielle Ertragskraft der nach den beschriebenen Transaktionen entstehenden neuen HVB Group wider. In dem für die HVB Group neu ausgewiesenen Ergebnis stehen der Kapitalbindung und den Refinanzierungsaufwendungen für die Beteiligungen an BA-CA, IMB und der weiteren zu transferierenden Einheiten keine adäquaten Erträge (Dividenden oder originäre Erträge aus den Beteiligungen) gegenüber. Auf die Zukunft bezogen ergeben sich aus dem zu erzielenden Transaktionserlös für die HVB Group Möglichkeiten, in ihren Kompetenzfeldern deutlich zu expandieren und weitere Ertragsfelder zu erschließen.

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Veränderte Geschäftsstruktur (neue Divisionen)

Im Zusammenhang mit der Integration in die UniCredit Gruppe wurden die marktbezogenen Aktivitäten der HVB Group neu strukturiert und gemäß der global agierenden Divisionen Privat- und Geschäftskunden, Wealth Management, Firmen- & Kommerzielle Immobilienkunden sowie Markets & Investment Banking aufgeteilt. Daneben gibt es ein Geschäftsfeld »Sonstige/Konsolidierung«, das Global Banking Services und Group Corporate Center Aktivitäten umfasst sowie Konsolidierungseffekte enthält. In die Group Corporate Center Aktivitäten sind auch das ehemalige Geschäftsfeld RER und das neu definierte Special Credit Portfolio (SCP) einbezogen.

Die Reorganisation betraf vor allem das ehemalige Geschäftsfeld Deutschland, aus dem sich die neuen Divisionen Privat- und Geschäftskunden, Wealth Management und Firmen- & Kommerzielle Immobilienkunden mit den Subdivisionen Firmenkunden sowie Kommerzielle Immobilienkunden entwickelt haben. Dabei wurden aus dem ehemaligen Ressort Privatkunden die Divisionen Privat- und Geschäftskunden und Wealth Management gebildet, während die Ressorts Firmenkunden und freie Berufe und Immobilien die Basis für die neue Division Firmen- & Kommerzielle Immobilienkunden bildeten. Daneben fanden Wanderungen vom bisherigen Ressort Firmenkunden und freie Berufe (Geschäftskundensegment) in die neue Division Privat- und Geschäftskunden und Wealth Management statt.

Die Division Markets & Investment Banking hat sich im Wesentlichen aus dem bisherigen Segment Corporates & Markets gebildet, jedoch ohne die Aktivitäten der BA-CA Gruppe und der IMB.

Die gemäß IFRS 5 als aufgegebene Geschäftsbereiche definierten Gesellschaften weisen wir gemäß IAS 14.52 zusätzlich und getrennt von den fortzuführenden Divisionen und Segmenten der HVB Group neu in einer separaten Spalte »Aufgegebene Geschäftsbereiche« in unserem Segmentbericht aus.

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Veränderte Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung

Die HVB Group stellte erstmals in ihrem Zwischenabschluss zum 30. September 2006 die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) in der von der UniCredit seit Jahren in der Kapitalmarktkommunikation gewählten Struktur dar. Ferner wurden zum Jahresende 2006 bei der Darstellung der Aufwandsposten die von der UniCredit praktizierte Vorzeichenlogik übernommen. Damit sind alle absoluten Beträge in der Gewinn- und Verlustrechnung jeweils in ihrer Ergebniswirkung dargestellt.

Eine Gegenüberstellung der Gewinn- und Verlustrechnung für die Periode vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2005 des bisher verwendeten GuV-Schemas mit dem neuen GuV-Schema und die wichtigsten Unterschiede sind in den Notes zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Note 2 »Stetigkeit«) angegeben.

Anpassung der Vergleichsperioden

Auf Grund der aufgeführten Veränderungen sind die Gewinn- und Verlustrechnung und der Segmentbericht nicht mehr mit den im Geschäftsbericht 2005 veröffentlichten Zahlen vergleichbar. Deshalb haben wir die Vorperioden entsprechend angepasst.

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Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf der HVB Group gesamt durch die Unternehmensleitung

Die HVB Group gesamt erzielte in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahrs 2006 einen Gewinn nach Steuern und nach Fremdanteilen in Höhe von 4420 Mio € (Vorjahr: 642 Mio €), der von per saldo positiven Sondereffekten geprägt ist. Dieses Ergebnis setzt sich zusammen aus dem Ergebnis nach Steuern der aufgegebenen Geschäftsbereiche in Höhe von 3457 Mio € (Vorjahr: 1158 Mio €) und den Fremdanteilen am Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche in Höhe von – 677 Mio € (Vorjahr: – 389 Mio €) sowie dem Gewinn der HVB Group neu in Höhe von 1640 Mio € (Vorjahr: Verlust –127 Mio €). Im Gewinn der HVB Group neu spiegelt sich insbesondere die gute operative Geschäftsentwicklung wider, auf die wir im nächsten Kapitel »Erfolgsentwicklung der HVB Group neu« detailliert anhand der einzelnen GuV-Posten eingehen. Erläuterungen zum Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche stellen wir in der Note 39 »Gewinn- und Verlustrechnung und Ergebnis je Aktie aufgegebener Geschäftsbereiche« im Konzernabschluss dar.

Sondereffekte

Das Ergebnis vor Steuern belief sich in der HVB Group gesamt auf 5317 Mio € inklusive der Sondereffekte in Höhe von 2230 Mio €, die teilweise auch im Zusammenhang mit der Integration der HVB Group in die UniCredit Gruppe stehen. 2006 entfallen von den Sondereffekten 362 Mio € auf die fortzuführenden Geschäftsbereiche in der HVB Group neu und 1868 Mio € auf aufgegebene Geschäftsbereiche.

Die Sondereffekte betreffen in der HVB Group neu folgende Einzelsachverhalte:

  • Im Finanzanlageergebnis ausgewiesene Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf der Activest Gesellschaften an Pioneer Global Asset Management S.p.A. in Höhe von 543 Mio € und aus der teilweisen Veräußerung unseres Anteilsbesitzes an der Münchener Rückversicherungs- Gesellschaft AG (217 Mio €).
  • Im Finanzanlageergebnis enthaltene Bewertungsaufwendungen in Höhe von 130 Mio € aus dem am 13. Dezember 2006 vom Vorstand der HVB AG angekündigten Verkauf eines nicht strategischen Immobilienportfolios.
  • Aufwendungen für Restrukturierungen in Höhe von 60 Mio €.
  • In der Kreditrisikovorsorge ausgewiesene pauschalierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von 55 Mio €, die im Rahmen der Vorbereitung auf Basel II über Verbesserungen der Datenbasis bezüglich des Ausfallverhaltens bei Kunden mit 90 Tagen Zahlungsverzug und anderen Leistungsstörungen erstmals möglich wurden.
  • In der separaten Zeile »Andere nicht operative Aufwendungen« ausgewiesene Aufwendungen in Höhe von 153 Mio € aus der Änderung von Parametern in der Ermittlung der Fair Values im Wesentlichen für Finanzinstrumente der Kategorien Held for Trading und aFVtPL (Fair-Value-Abschlag).

In den aufgegebenen Geschäftsbereichen setzen sich die Sondereffekte aus folgenden Einzelposten zusammen:

  • Im Finanzanlageergebnis vereinnahmte Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf der zur BA-CA Gruppe gehörenden Splitska banka in Höhe von 669 Mio € und der Bank BPH Gruppe in Höhe von 1756 Mio €.
  • Aufwendungen für Restrukturierungen der aufgegebenen Geschäftsbereiche in Höhe von 248 Mio €. Davon betreffen 225 Mio € die Bildung von Rückstellungen für Reorganisationen und Restrukturierungen der Divisionen Retail, Corporates, Markets & Investment Banking, Global Banking Services, Support Services und Risk Management bei der BA-CA.
  • Einmalaufwand in der Kreditrisikovorsorge in Höhe von 278 Mio € im Rahmen methodisch bedingter Umstellungen bei der BA-CA.
  • Im GuV-Posten »Andere nicht operative Aufwendungen« ausgewiesene Aufwendungen in Höhe von 31 Mio € aus der Änderung von Parametern in der Ermittlung der Fair Values im Wesentlichen für Finanzinstrumente der Kategorien Held for Trading und aFVtPL (Fair-Value-Abschlag).

Auch im Vorjahr war das Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1299 Mio € von Sondereffekten geprägt. Dabei handelt es sich neben den Aufwendungen für Restrukturierungen in Höhe von 546 Mio € (darunter für aufgegebene Geschäftsbereiche 108 Mio €) um weitere Sonderbelastungen aus der Kreditrisikovorsorge wegen zusätzlicher pauschalierter Einzelwertberichtigungen in Höhe von 147 Mio € (darunter für aufgegebene Geschäftsbereiche 70 Mio €).

Bereinigt um die Sondereffekte beider Jahre zeigt die HVB Group gesamt eine sehr positive Entwicklung mit einem Anstieg beim Ergebnis vor Steuern in Höhe von 55,0% auf 3087 Mio € nach 1992 Mio € im Vorjahr und einem Gewinn nach Steuern und nach Fremdanteilen in Höhe von 2160 Mio €, der um 85,7% über dem Vorjahr liegt.

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Gewinnverwendung

In der HVB Group gesamt haben wir vom Gewinn (4420 Mio €) den Rücklagen 3798 Mio € zugeführt. Der Konzerngewinn (= Bilanzgewinn der HVB AG) beträgt 622 Mio €. Der Hauptversammlung schlagen wir vor zu beschließen, eine Dividende in Höhe von 301 Mio € an die Aktionäre auszuschütten sowie eine weitere Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 321 Mio € vorzunehmen. Die Dividendensumme in Höhe von 301 Mio € entspricht einer Dividende von 0,40 € je Stammaktie und je Vorzugsaktie sowie einem Vorausgewinnanteil von 0,064 € je Vorzugsaktie.

Rentabilitätskennziffern

Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern (gemessen am durchschnittlichen IFRS-Eigenkapital ohne Bewertungsänderungen von Finanzinstrumenten) liegt für die HVB Group gesamt bei 37,8% (inklusive der Sondereffekte). Auch bereinigt um die erwähnten Sondereffekte haben sich unsere Erwartungen für die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern mit einem Wert von 18,5% per 31. Dezember 2006 nach 10,2% im Vorjahr mehr als erfüllt.

Neben der Steigerung der Eigenkapitalrentabilität konnten wir auch unsere im Ausblick des Konzernlageberichtes (Geschäftsbericht 2005, Seite 74) angegebenen Ziele hinsichtlich einer spürbaren Erhöhung der operativen Erträge und einer deutlich verbesserten Cost-Income-Ratio (Quotient aus Verwaltungsaufwand und den gesamten operativen Erträgen) mehr als erreichen. Im Berichtsjahr verbesserte sich die Cost-Income-Ratio um 9,4%-Punkte auf 59,1%.

In der HVB Group neu konnten wir die Erwartungen bei der Eigenkapitalrentabilität und bei der Cost-Income-Ratio ebenfalls übertreffen.

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Erfolgsentwicklung der HVB Group neu

Wie bereits im Kapitel »Wesentliche Ereignisse des Geschäftsjahrs 2006« erwähnt, stellen wir gemäß den Vorschriften des IFRS 5 eine separate Gewinn- und Verlustrechnung für die HVB Group neu dar, die die jeweiligen Ertrags- und Aufwandsposten der aufgegebenen Geschäftsbereiche nicht mehr enthält, sondern deren Ergebnisbeitrag erst nach dem Ergebnis nach Steuern und nach Fremdanteilen der HVB Group neu erfasst wird.

Operative Erträge

Im operativen Geschäft zeigen sich vor dem positiven konjunkturellen Hintergrund weitere Verbesserungen unserer Ertragsstruktur mit einem gegenüber dem Vorjahr weiteren Wachstum beim Handelsergebnis und Provisionsüberschuss. Insgesamt stiegen die operativen Erträge um 14,2% gegenüber dem Vorjahr.

Zinsüberschuss

Im Überschuss aus dem originären Zinsgeschäft konnten wir mit 3148 Mio € trotz des geplanten strategischen Portfolioabbaus insbesondere im Bereich Real Estate Restructuring den Vorjahreswert nahezu erreichen (–0,6% bzw. – 18 Mio €). Die durchschnittlichen Risikoaktiva (KWG) verminderten sich dabei gegenüber dem Vorjahr um 7,1%. Die Auswirkungen des Portfolioabbaus zeigten sich auch in unserem Segmentbericht mit einem Rückgang des Zinsüberschusses im Segment Sonstige/Konsolidierung, während alle anderen operativen Geschäftsfelder den Zinsüberschuss gegenüber dem Vorjahr steigern bzw. stabil halten konnten. Zinserträge aus Dividenden und ähnliche Erträge aus Kapitalinvestitionen blieben mit 251 Mio € fast auf Vorjahresniveau (259 Mio €).

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,7% auf 1753 Mio €. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass im Provisionsüberschuss 2006 die Erfolgsbeiträge der verkauften Activest Gesellschaften nur bis zur Jahresmitte enthalten sind und sich deshalb im Vergleich zum Vorjahr ein nachteiliger Effekt ergibt. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte, beläuft sich die Steigerungsrate des Provisionsüberschusses auf +7,0%. Dabei stieg auf bereinigter Basis der Provisionsüberschuss aus dem Wertpapierund Depotgeschäft um rund 9%. Hier wirken sich auch der Absatz innovativer Finanzprodukte wie zum Beispiel »HVB Best of Fonds«, »HVB Flex Bonus Zertifikat«, die »HVB 2 x 5% Profianleihe« und das »HVB Höchststand-Zertifikat« positiv aus. Ebenso erhöhten sich die Ergebnisbeiträge aus dem sonstigen Dienstleistungsgeschäft (inklusive Vermittlungsprovisionen) sowie aus dem Kreditgeschäft.

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Handelsergebnis

Sehr erfolgreich entwickelte sich das Handelsergebnis der HVB Group neu. In 2006 lag es mit 768 Mio € mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr (376 Mio €). Dabei erhöhten sich das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie »Held for Trading« um 209 Mio € auf 673 Mio € im Wesentlichen aus höheren handelsinduzierten Dividendenerträgen (+184 Mio € auf 320 Mio €) und durch einen Anstieg bei den kursbezogenen Geschäften um rund ein Viertel auf 112 Mio €. In 2006 weisen wir im Handelsergebnis erstmals Realisierungserfolge aus Private Equity-Transaktionen (38 Mio €) aus (früher im Finanzanlageergebnis enthalten).

Sonstige Aufwendungen und Erträge

Der Saldo aus Sonstigen Aufwendungen und Erträgen beläuft sich auf 32 Mio €. Im Vorjahr ergab sich auf Grund von Verlustübernahmen ein negativer Saldo (– 311 Mio €). Die Verlustübernahmen des Geschäftsjahrs 2005 betreffen mit 256 Mio € die HVB Immobilien AG wegen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der HVB AG. Sie beinhalten die Verluste von Immobilientochtergesellschaften des Teilkonzerns HVB Immobilien AG, der im Geschäftsjahr 2005 nicht konsolidiert war. Zum 1. Januar 2006 wurden die wesentlichen Gesellschaften des Teilkonzerns HVB Immobilien AG im Rahmen einer Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der HVB Group einbezogen.

Verwaltungsaufwand

Die Verwaltungsaufwendungen der HVB Group neu reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,9% auf 3695 Mio €. Dabei blieb der Personalaufwand trotz höherer Aufwendungen für erfolgsabhängige Bonuszahlungen im Segment Markets & Investment Banking stabil (+ 0,2%), während die anderen Verwaltungsaufwendungen um 7,5% zurückgingen und sich die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände deutlich um 24,2% reduzierten.

Konsolidierungs- und Währungseffekte wirkten sich 2006 im gesamten Verwaltungsaufwand per saldo mit 11 Mio € aufwandsmindernd aus. Dabei wurden die aufwandserhöhenden Effekte aus der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns HVB Immobilien AG mit aufwandsmindernden Effekten aus der Entkonsolidierung der Activest Gesellschaften kompensiert, sodass der um Konsolidierungs- und Währungseffekte bereinigte Rückgang gegenüber dem Vorjahr bei 4,6% liegt.

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Operatives Ergebnis

Im kräftigen Anstieg des operativen Ergebnisses der HVB Group neu um 70,0% auf 2257 Mio € zeigt sich, dass wir die bereits in den Vorjahren eingeleitete stetige Verbesserung unseres operativen Geschäftsergebnisses im Berichtsjahr verstärkt fortsetzen und unsere finanziellen Ziele mehr als erreichen konnten. Der Anstieg des operativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist sowohl auf die gestiegenen operativen Erträge als auch auf die erfolgreichen Maßnahmen zur Kostenreduktion zurückzuführen. Diese Produktivitätssteigerung führte zu einer um 12,4%-Punkte auf 62,1% deutlich verbesserten Cost-Income-Ratio (Quotient aus Verwaltungsaufwand und den gesamten operativen Erträgen).

Zuführungen zu Rückstellungen

Der Saldo Zuführungen zu Rückstellungen erhöhte sich auf 164 Mio € nach 87 Mio € im Vorjahr. Darunter fällt als größter Einzelposten eine Rückstellung für Mietgarantien bezogen auf frei werdende Gebäudeflächen, die im Rahmen von Flächenoptimierungen künftig nicht mehr bankgeschäftlich genutzt werden. Auf Grund des Wegfalls der Nutzung von Flächen wurden die bestehenden Miet-/ Leasingverträge zu belastenden Verträgen, für die Rückstellungen zur Erfüllung von vertraglichen Verpflichtungen aus so genannten belastenden Verträgen gemäß IAS 37.66 in Höhe von 60 Mio € zu bilden sind. Dies führt zu einer Entlastung unserer Erfolgsrechnungen der künftigen Jahre. Daneben sind in dieser GuV-Position weitere Rückstellungen für Mietgarantien, sonstige Rückstellungen im Nichtkreditgeschäft sowie Rückstellungen für Prozessrisiken im Kreditgeschäft enthalten.

Abschreibungen für Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte werden seit 1. Januar 2005 entsprechend der Vorschrift des IFRS 3 nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte waren auch 2006 nicht vorzunehmen.

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Aufwendungen für Restrukturierungen

Die auch im Rahmen des Zusammenschlusses der HVB Group mit der UniCredit Gruppe entstandenen Restrukturierungsaufwendungen beliefen sich 2006 auf 60 Mio €. Darin sind unter anderem Personalaufwendungen in Höhe von 27 Mio € und Andere Verwaltungsaufwendungen (inklusive Abschreibungen) in Höhe von 28 Mio € enthalten. Die für das Vorjahr ausgewiesenen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 438 Mio € enthielten im Wesentlichen Zuführungen zu Restrukturierungsrückstellungen überwiegend für Abfindungsregelungen sowie Abschreibungen auf Anlagevermögen und Honorare.

Kreditrisikovorsorge

Die Kreditrisikovorsorge liegt mit 933 Mio € um 46 Mio € oder 4,7% unter dem Niveau des Vorjahres (979 Mio €). Dabei ist die Kreditrisikovorsorge in beiden Jahren durch die beschriebenen Sondereinflüsse belastet. Auch bereinigt um diese Sondereffekte ergibt sich ein Rückgang der Kreditrisikovorsorge um 2,7% auf 878 Mio €.

Finanzanlageergebnis

Das Finanzanlageergebnis der HVB Group neu belief sich im Geschäftsjahr 2006 auf 671 Mio € und ist durch Sondereffekte in Höhe von per Saldo 630 Mio € positiv beeinflusst.

Zu diesen Sondereffekten zählen Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf der Activest Gesellschaften (543 Mio €) und dem teilweisen Verkauf unseres Anteils an der Münchener Rückversicherungs- Gesellschaft AG (217 Mio €) sowie Bewertungsaufwendungen in Höhe von 130 Mio € aus dem am 13. Dezember 2006 vom Vorstand der HVB AG angekündigten Verkauf eines nicht strategischen Immobilienportfolios.

Daneben wurden Realisierungsgewinne aus der Reduzierung unseres Anteilsbesitzes an Babcock & Brown Limited (55 Mio €) im ersten Quartal 2006 und an der Lufthansa AG (40 Mio €) im zweiten Quartal 2006 vereinnahmt, die teilweise durch Entkonsolidierungsverluste bzw. Abschreibungen auf Investmentproperties kompensiert wurden.

Im Vorjahr stellten die größten Ertragsposten die Gewinne aus der teilweisen Veräußerung unseres Anteilsbesitzes an der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (208 Mio €) und die Gewinne aus dem Verkauf der Anteile an Rhön-Klinikum AG (36 Mio €) und an der Premiere AG (63 Mio €) dar. Diese wurden teilweise durch einmalige Aufwendungen in Höhe von 225 Mio € im Zusammenhang mit dem Erwerb von Immobilien aus dem Fondsvermögen eines von unserer Tochtergesellschaft Internationales Immobilien-Institut GmbH (iii-investments) gemanagten Immobilienfonds kompensiert.

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Andere nicht operative Aufwendungen

In der GuV-Position »Andere nicht operative Aufwendungen« werden Aufwendungen in Höhe von 153 Mio € ausgewiesen, die aus der Änderung von Parametern in der Ermittlung der Fair Values im Wesentlichen für Finanzinstrumente der Kategorien Held for Trading und aFVtPL resultieren (»changes in accounting estimates« gemäß IAS 8.32 ff.). Es handelt sich dabei um einen in dieser Größenordnung einmaligen Effekt aus der erstmaligen Anwendung des Fair-Value- Abschlags, der weiteren Einflussgrößen auf die Marktwertermittlung Rechnung trägt und damit die Qualität unserer konservativen Marktwertermittlung erhöht.

Ergebnis vor Steuern

Das Ergebnis vor Steuern der HVB Group neu belief sich inklusive der erwähnten Sondereffekte auf 1618 Mio € nach – 107 Mio € im Vorjahr. Bereinigt um die Sondereffekte hätte das Ergebnis vor Steuern 2006 mit 1256 Mio € immer noch um mehr als das Dreifache über dem bereinigten Vorjahresergebnis (408 Mio €) gelegen.

Ertragsteuern

Im Berichtsjahr weisen wir bei den Ertragsteuern einen Steuerertrag von 125 Mio € aus (2005: Ertragsteueraufwand von 14 Mio €), der sich aus einem Aufwand aus tatsächlichen Ertragsteuern in Höhe von 199 Mio € und einem Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 324 Mio € zusammensetzt.

Die im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern (1618 Mio €) optisch niedrigen tatsächlichen Ertragsteuern (199 Mio €) sind im Wesentlichen auf steuerfreie Erträge zurückzuführen. Daneben wirkte sich die Aktivierung des abgezinsten Körperschaftsteuerguthabens früherer Jahre auf Grund neuer steuerrechtlicher Vorschriften begünstigend aus.

Der latente Steuerertrag resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung des Ansatzes von bisher nicht bilanzierten aktiven latenten Steuern auf den inländischen Verlustvortrag der HVB AG.

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Fremdanteile am Ergebnis und Gewinn

Vom Ergebnis nach Steuern entfallen 103 Mio € auf Anteile Konzernfremder. Nach Abzug der Fremdanteile am Ergebnis erwirtschafteten wir einen Gewinn in Höhe von 1640 Mio € nach einem durch Sondereffekte entstandenen Verlust im Vorjahr (– 127 Mio €). Bereinigt um die erwähnten Sondereffekte beider Jahre konnten wir mit 1128 Mio € in 2006 den Vorjahresgewinn (290 Mio €) fast vervierfachen.

Die Eigenkapitalrentabilität der HVB Group neu (gemessen am durchschnittlichen IFRS-Eigenkapital der HVB Group gesamt, das gemäß der durchschnittlichen Risikoaktiva auf die fortzuführenden und aufgegebenen Geschäftsbereiche verteilt wird) beläuft sich vor Steuern auf 19,3% und nach Steuern auf 22,1%. Bereinigt um Sondereffekte liegen die Werte bei 15,0% vor Steuern und 15,2% nach Steuern. Ab dem Geschäftsjahr 2007 werden wir die Berechnung der Eigenkapitalrentabilität auf die Steuerlogik der UniCredit Gruppe anpassen.

Segmentergebnis nach neuen Divisionen

Zum Ergebnis vor Steuern der HVB Group neu in Höhe von 1618 Mio € haben die Divisionen

Privat- und Geschäftskunden   117 Mio €
Wealth Management   746 Mio €
Firmen- & Kommerzielle Immobilienkunden   531 Mio €
Markets & Investment Banking   969 Mio €
Sonstige/Konsolidierung   -745 Mio €

beigetragen.

Die Erfolgsrechnungen der einzelnen Segmente, die Inhalte und Zielsetzungen der Divisionen sowie die Erläuterungen zur wirtschaftlichen Entwicklung in den einzelnen Segmenten haben wir in den Notes 21 »Erläuterungen zur Segmentberichterstattung nach Divisionen« und 22 »Erfolgsrechnung nach Divsionen« beschrieben.

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